leichte Skitourenrouten für Anfänger*innen rund um Innsbruck

Du liebst den Winter und frischen Schnee unter deinen Brettern? Hast aber keine Lust dir auf Skiliften den Hintern abzufrieren und ständig in einer Schlange zu stehen? Wie wärs mit Skibergsteigen? Die sportliche Alternative zum klassischen Skifahren, bei der du nicht nur die Abfahrt, sondern auch den Aufstieg genießen kannst!

Wir haben für euch 5 Routen in Tirol rausgesucht, die ideal für den*die Einsteiger*in sind.

Muttereralm

Die Mutteralm ist eine klassische Pistentour, die sich hervorragend dafür eignet sich an die Felle unter den Skiern und den Aufstieg zu gewöhnen. Nach einem knackigen Anstieg zum Start, steigt die Piste sanft bergan. Nach 650 Höhenmetern ist die Berstation der Muttereralm (1600 m) schon zu sehen.

Wer sich noch fit genug fühlt, kann bis zum Pfriemesköpfl (1801 m) weitergehen. Nach einem letzten steilen Stück auf der Piste kann man in den Wald abbiegen und einen kurzen, schmalen Steig bis zum Ziel genießen.

Oben angekommen wartet schon das wohlverdiente Weißbier, um die erste Skitour zu feiern. Die Abfahrt erfolgt über die Piste und schont somit die müden Skibergsteiger*innen-Füße.

Birgitzeralm

Besonders beliebt bei Skibergsteiger*innen ist die Birgitzeralm (1808 m), da sie kein Skigebiet beherbergt. Der Aufstieg erfolgt vom Parkplatz direkt an der Hoadlstraße durch einen schönen Wald zur Hütte. Es gilt 500 Höhenmeter zu bezwingen, allerdings ohne technische Ansprüche. Purer Genuss also! Wem die Luft bei der Birgitzeralm noch nicht ausgegangen ist, kann die Tour bis zum Birgitzköpflhaus (2035 m) ausdehnen und weitere 200 Höhenmeter zurücklegen. Oben wartet die wunderbare Aussicht über die Kalkkögel.

Wer sich stärken möchte, kann tirolerische Küche in der Birgitzeralm genießen, bevor es durch Pulverschnee zurück zum Ausgangspunkt geht.

Sattelbergalm

Wen es ins schöne Wipptal verschlägt, kann eine Skitour auf einer ehemaligen Piste genießen, die zwar stets gut besucht und dennoch einen Ausflug wert ist! Rund 450 Höhenmeter sind es bis zur Sattelbergalm (1633 m). Technisch nicht anspruchsvoll, die Aussicht spricht aber für sich! Sind die Beine noch fit genug, kann die Skitour durch den Wald hinauf auf den Gipfel des Sattelbergs (2115 m) ausgedehnt werden. Dort oben bläst der Wind meist recht stark, es empfiehlt sich also genug warme Kleidung einzupacken.

Abgefahren wird über die alte Piste, die nur selten Lawinengefährdet ist und teilweise vom Hüttenbesitzer präpariert wird.

Die Skitour auf den Sattelberg ist auch sehr schön bei Nacht! Stirnlampe auf und schon kann es losgehen!

PRO TIPP:

Um deine Sachen auch bei Schnee und Eis trocken zu halten, empfehlen wir dir unsere wasserdichten DryBags. Die verschiedenen Modelle lassen sich alle gut im Rucksack verstauen und bieten Schutz für deine Wertsachen und Wechselkleidung!

Rosshütte

Vom Parkplatz der Bergbahnen Rosshütte steigt man entlang der Piste zur Rosshütte auf. Der recht flache Anstieg lockt viele Skibergsteiger*innen an. Zahlreiche Wege durch den Wald ermöglichen es der vielbefahrenen Piste zu entkommen. Für ambitionierte Sportler*innen empfiehlt es sich dennoch auf der Piste zu bleiben. Wer es gemütlich angehen will, kann über den Skitourenweg genüsslich bis zur Hochegg Alm (1545 m) aufsteigen. Nach 200 weiteren Höhenmetern erreicht man das Bergrestaurant Rosshütte (1751 m).

Das Seefelder Joch (2060 m) liegt 300 steile Höhenmeter oberhalb der Rosshütte und ist für etwas geübtere Skibergsteiger*innen geeignet.

Faltegartenköpfl

Die Skitour zum Faltegartenköpfl befindet sich im freien Gelände und ist dennoch immer Lawinensicher. Vom Parkplatz beim Sattele gehts anfangs sehr flach Richtung Feldring Alm. Nach wenigen Minuten kann man in den Wald abbiegen und dort, etwas steiler, Richtung Faltegartenköpfl aufsteigen. Hat man den dichten Wald hinter sich gelassen, kommt man aus dem Staunen nicht mehr hinaus. Weite, schneebedeckte Wiesen liegen vor einem. Der Gipfel ist schon eine Weile zu sehen bis man ihn dann endlich erreicht hat.

Die Abfahrt durch knietiefen Pulverschnee ist mitunter das Beste an dieser Skitour. Selbst für ungeübte Tiefschneefahrer*innen ist der Downhill ein großer Genuss und noch größerer Spaß!

Vorbei an der Feldring Alm, die im Aufstieg nicht zu sehen war, geht es entlang der Forststraße zurück zum Ausgangspunkt.

Und? Habt ihr Lust bekommen den Trendsport Skibergsteigen zu testen? Ein Versuch ist es definitiv wert! Viel Spaß beim Ausprobieren!

Wenn ihr Lust habt, könnt ihr uns auf Instagram mit dem Hashtag #NORDKAMM an euren Abenteuern teilhaben lassen!

HIER SCHREIBT: Wonny Keil

Schon bevor der Trubel ums Skibergsteigen richtig losging, schleppte mich mein Vater im Winter mit Skitourenskiern auf den Berg. Nach einigen Mühsamen Versuchen, fand ich immer mehr Gefallen am Aufstieg. Ganz egal ob auf einer Skipiste oder im Gelände. Mittlerweile versuche ich mich auch an Skitourenrennen und habe somit die perfekte Alternative fürs Trailrunning im Winter gefunden.

Nicht vergessen: der Spaß sollte immer im Vordergrund stehen und wer sich ins Gelände wagt, darf niemals auf Sicherheitsausrüstung und Ortskunde vergessen!!!