Auf der Suche nach dem Galapagoshai

Wer von seiner Reise auf die Galapagosinseln erzählt hat Begeisterungsstürme auf seiner Seite. Die Inseln, rund 1.000 Kilometer vor der Küste Ecuadors in Südamerika, sind eine Klasse für sich. Tierarten und Pflanzen, welche nur dort vorkommen, sind ein Paradies für Naturliebhaber.

Der Galapagoshai gehört dabei zu den größeren Arten seiner Gattung, er kann über drei Meter lang werden. Erstmals wurde er auf den Galapagosinseln entdeckt. Entgegen seinem Namen ist diese Art jedoch weltweit in tropischen und subtropischen Regionen zu finden.

QUICK FACTS GALAPAGOS

Staatenzugehörigkeit:Ecuador
Lage: Östlicher Pazifik, ca. 1000 km westlich der ecuadorianischen Küste
Inseln: 13 größere Inseln, wovon 5 bewohnt sind, sowie 100 kleiner Inseln
Klima:Eher gemäßigt, aufgrund des mit 20 Grad Celsius relativ kühlen Meerwassers (vom Humboldtstrom und von aufsteigendem Tiefenwasser)
Schutz: Seit 1978 UNESCO Weltnaturerbe
Vegetation:7 Vegationszonen: Trockene Küstenzone, Trockenzone, Übergangszone, Regenwaldzone, Braune Zone, Gestrüppzone, Pampa-Graszone
Größte Einnahmequelle:Größte Einnahmequelle (aber auch die größte Gefahr) ist der Tourismus

Ein Tauchgang mit einem Galapagoshai hört sich bei der Reiseplanung für die Galapagosinseln nach einem reizvollen Abenteuer an. Der Meeresbewohner gilt als sehr neugierig und ausdauernd. Dem Menschen kann er aber durchaus gefährlich werden, Taucher müssen sich deshalb in seinem Revier schützen.

Tauchen auf Galapagos ist deshalb ausschließlich für erfahrene Taucher empfehlenswert. Wer (wie ich) bisher noch keine Taucherfahrung hatte, kommt jedoch auch ohne Pressluft auf seine Kosten. Für ein Schnorchelabenteuer auf den Galapagosinseln führt die Reise von Europa zuerst nach Ecuador. Inlandsflüge verbinden dort die Hauptstadt Quito mit dem Archipel. Puerto Ayora auf der Insel Santa Cruz ist Ausgangspunkt vieler Expeditionsreisen mit dem Schiff.

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Die Inselgruppe der Galapagosinseln besteht aus 13 größeren und über 100 kleineren Inseln. Es ist unmöglich sie in wenigen Tagen alle zu besuchen. Die Expeditionsyacht „La Pinta“ bringt die Expeditionsteilnehmer zu den nördlichen Galapagosinseln. Am Sombrero Chino sind die Galapagos-Seelöwen die „Stars“. Auf den ersten Blick erwecken sie den Eindruck, als könnten sie sich vor Müdigkeit keinen Zentimeter bewegen. Nach ausführlichem Gähnen und Strecken robben sie durch den Sand umständlich Richtung Meer. Sobald sie im Wasser sind, zeigt sich jedoch ihr wahres Talent. Wie Torpedos schießen sie durch das Wasser, spielen miteinander und kommen nur für Bruchteile einer Sekunde an die Oberfläche um wieder nach Luft zu schnappen. Besonders die verspielten Weibchen kommen Schnorchlern manchmal bedrohlich nahe und tauchen kurz vor einer Kollision wieder ab.

Jede Insel hat ihre eigene Unterwasserwelt. Unzählige bunte Fische gleiten über den sandigen Grund, verstecken sich zwischen Felsen und schauen wieder neugierig hervor. Besonders beeindruckend sind die riesigen Mantarochen, wenn sie in großer Zahl aus dem Nichts auftauchen und langsam über den Grund schweben.

Interessant zu beobachten sind zudem die Galapagos-Pinguine. Diese Pinguine sind übrigens auch die einzigen, welche in der nördlichen Hemisphäre brüten. Nur 1.200 ihrer Art sind hier zu finden und wer Glück hat, bekommt sie bei seinem Schnorchel Abenteuer zu Gesicht.

Der Pinnacle Rock auf Bartolomé ist ein weiterer beeindruckender Platz zum Schnorcheln. Im seichten Wasser treibt die sanfte Strömung Schnorchler über bizarre Felslandschaften und durch kurze Canyons. Immer wieder ziehen Schulen mit bunten Fischen an der Brille vorbei.

Vor dem Galapagoshai brauchen sich Naturliebhaber hier übrigens nicht zu fürchten. Auch wenns spannend gewesen wäre, diesen imposanten Fisch zu begegnen. Bestimmt reise ich aber nochmals auf diese beeindruckte Inselgruppe, dann mit Taucherfahrung und sicherer Ausrüstung.

HIER SCHREIBT: Gerhard Liebenberger

Reisen ist Teil meines Berufs. Ich reise mehrere Monate im Jahr durch Europa und in ferne Länder. Über meine Reiseeindrücke berichte ich in Blogs, Reportagen und Printmedien. Für das NORDKAMM Magazin berichte ich über spezielle Abenteuerreisen, die mich besonders beeindruckt haben.

Gerhard Liebenberger Schnorcheln Galapagos