Fahrradreise von Lyon nach Barcelona

„Beim Rad fahren lernt man ein Land am besten kennen, weil man dessen Hügel empor schwitzt uns sie dann wieder hinuntersaust.“ ~ Ernest Hemingway

Stefanie und David sind ein Paar, welches das Bereisen und Entdecken von unterschiedlichsten Ländern und Kulturen liebt. Beide streben ständig nach neuen Herausforderungen und Abenteuern. Die Mischung aus Abenteuerlust und Reisefieber hat die beiden hat die beiden dazu inspiriert ihre Art zu reisen zu verändern. Bisher sind sie meist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren, um ihre Destinationen schnellstmöglich zu erreichen. Nun aber geht es ihnen um die Reise an sich. Ganz nach dem Motto „der Weg ist das Ziel“ wollen die beiden ihre Fahrradreise genießen. Gemeinsam wollen sie neue Erfahrungen und Erlebnisse sammeln.

Die Fahrradreise startete am 31.7.2018 in Freiburg. Von dort aus fuhren Steffi und David samt Fahrrädern im Gepäck mit dem Bus nach Lyon. Innerhalb eines Monats wollen die beiden die 700 Kilometer lange Strecke zurücklegen.

Rad fahren und Kultur erleben

Entlang der Rhône geht es an die Mittelmeerküste. Von dort wird ein Ausläufer der Pyrenäen überquert bevor das sportliche Paar entlang der Costa Brava fleißig bis nach Barcelona strampelt. Man könnte meinen die eher abfällige und größtenteils asphaltierte Strecke wäre recht einfach zu bewältigen. Da es aber häufig Gegenwind gibt, werden die beiden ordentlich ins Schwitzen geraten. Neben dem täglichen Sportprogramm soll es noch Aktivitäten wie Museumsbesuche, Angeltouren und Wanderungen geben, um die verschiedenen Regionen und Kulturen kennen zu lernen.

Ein kurzes Interview mit Steffi und David lässt euch eintauchen in die Planung, das Training, mögliche Ängste, Sorgen und Vorfreuden.

mit dem Fahrrad

Was hat euch zu diesem Abenteuer bewogen und warum habt ihr euch für diese  Route entschieden?

Nach einer gemeinsamen Weltreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln suchten wir nach einer neuen Art zu reisen und nach einer neuen Herausforderung. Die Route  haben wir anhand der Kilometer, Höhenmeter, dem Klima, dem Land, der Umgebung und der günstigen Rückflug-Optionen ausgewählt.

Wie lange habt ihr euch auf eure Fahrradreise vorbereitet?

Nachdem wir primär mit dem Fahrrad unterwegs sind, um unseren Alltag zu bewältigen, sind wir es gewohnt im Sattel zu sitzen. Zusätzlich haben wir unterschiedliche Touren unternommen, um herauszufinden wo unsere täglichen Grenzen liegen. Unsere Fahrräder haben wir ein bisschen auf Vordermann gebracht.

Wie lange werdet ihr unterwegs sein und wie viele Tageskilometer sind im Durchschnitt geplant?

Insgesamt werden wir 30 Tage unterwegs sein. Um 700 Kilometer in dieser Zeit zurücklegen zu können, müssten wir täglich 24 Kilometer schaffen. Da wir aber möglichst viel Zeit an der Küste verbringen wollen, haben wir uns vorgenommen das erste Drittel in fünf bis sieben Tagen zu schaffen. An den restlichen Tagen müssen wird dann ein bisschen weniger radeln.

PRO TIPP:

Bei einer Fahrradreise sind unsere Dry Bags ganz besonders nützlich. Sie sind leicht und verbrauchen im leeren Zustand wenig Platz.  Du kannst deine Kleidung oder Elektronikgeräte vor Feuchtigkeit bewahren. Du kannst aber auch feuchte T-Shirts, Handtücher oder Badesachen in einen Trockensack geben, um alles außerhalb vor Feuchtigkeit zu schützen.

Wo werdet ihr übernachten?

Die Nächte wollen wir auf Campingplätzen oder lokalen Pensionen verbringen, um uns nach der Belastung ausreichend erholen zu können.

Was sind die größten Probleme/Hürden/Gefahren auf eurer Fahrradreise?

Es gilt vor allem zwei Dinge zu beachten: 1. Den stetigen Gegenwind und 2. die hohen Temperaturen. Wir nehmen uns dem aber gerne an und glauben, dass gerade diese Faktoren unsere Reise auszeichnen werden.

Worauf freut ihr euch am meisten? Was schreckt euch am meisten?

Wir freuen uns auf die gemeinsame Zeit und die Möglichkeit viele neue Eindrücke zu sammeln. Zudem freuen wir uns, eine neue Herausforderung zu meistern und in der Natur zu sein. Besonders spannend und schön finden wir die Tatsache, dass wir die Strecke aus eigener Kraft zurücklegen. Mit negativen Eventualitäten beschäftigen wir uns nicht, da wir voller Elan und Vorfreude in unser Abenteuer starten.

Wie fühlt ihr euch so kurz vor der Abreise?

Ich (Steffi) brauche sehr viel Struktur in der Planung, zudem steigt meine Nervosität langsam. David ist gelassen und beschäftigt sich gedanklich nicht so sehr mit der Fahrradreise wie ich. Die Vorfreude aber ist bei uns beiden riesig!

Wir wünschen Steffi und David eine erfolgreiche und schöne Radreise! Wie es den beiden ergangen ist, werdet ihr in unserem nächsten Beitrag über die beiden lesen können.